Kardinaltugend

Detail aus Die Kardinal- und Gottestugenden von Raffael, Fresko in den Stanzen des Raffael

Als Kardinaltugenden (von lateinisch cardo ‚Türangel, Dreh- und Angelpunkt‘) oder Primärtugend bezeichnet man seit der Antike eine Gruppe von vier Grundtugenden. Diese waren anfangs nicht bei allen Autoren dieselben. Eine Vierergruppe ist bereits im Griechenland des 5. Jahrhunderts v. Chr. belegt und war wohl schon früher bekannt; die Bezeichnung „Kardinaltugenden“ wurde in der spätantiken Patristik durch den Kirchenvater Ambrosius von Mailand im 4. Jahrhundert erstmals verwendet.[1]

  1. Martin Biermann: Die Leichenreden des Hl. Ambrosius von Mailand. 1995, S. 62, Anm. 47 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

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